Wie alles anfing

Um den Ursprung der Dürrmenzer Gemeinde  zu finden, muß man in das Deutschland kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges zurückgehen. Deutschland liegt in Trümmern, Millionen von Menschen werden vertrieben, oder flüchten aus den östlichen Teilen Deutschlands - es herrscht großes Elend.

In dieser Zeit treffen sich im völlig zerstörten Pforzheim in einer christlichen Gemeinschaft eine, aufgrund der Wirren der Nachkriegszeit wild zusammengewürfelte Gruppe junger Menschen. Diese jungen Menschen führten ein aktives Christenleben. Sie waren aktiv in der Kinder- und Jugendarbeit und versuchten so, auch andere für ein Leben mit Gott zu begeistern. Gunter Schmidt und Heinz Schmechel waren zwei dieser Jugendlichen. Die Begeisterung und ihre Suche nach Gott führten dazu, dass sich die Jugendgruppe zu einem Gebetswochenende  im nahe gelegenen Mohnbachtal im Schwarzwald traf. Nachdem sie fasst das ganze Wochenende mit Gebetsstunden verbracht hatten, brach am letzten Tag eine Erweckung aus. Die Jugendlichen wurden nun mit dem heiligen Geist getauft und reisten voll Kraft und Mut nachhause. Doch schon bald kam es zu Schwierigkeiten in der nicht gerade charismatisch geprägten christlichen Gemeinschaft, in der sie bis dahin gewirkt hatten. Dies führte dazu, dass sie bald aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurden.

 

Zur selben Zeit fanden in Leonberg christliche Allianzkonferenzen statt. Die Idee war, dass sich Gläubige von allen Glaubensgemeinschaften und ganz Europa begegnen sollten. Auf den Konferenzen kamen Redner verschiedener Glaubensrichtungen zu Wort. Auch die Jugendlichen aus Pforzheim und Eisingen nahmen an den Konferenzen teil. Die Brüder aus Norwegen waren begeistert von der hoffnungsvollen Jugendgruppe in Süddeutschland. Bereits 1958 kam Gjermund Skreosen nach Pforzheim und begann dort eine gesegnete Arbeit.

Zunächst war Gjermund Skreosen noch alleine nach Deutschland gekommen, jedoch heiratete er kurz danach und zog mit seiner Frau Randi nach Pforzheim. Im Jahr 1974 übersiedelte Familie Skreosen dann nach Eisingen, wo die Gemeinde im Jahr 1975 ihren ersten eigenen Saal baute. Helmut und Heidi Seiter mit ihrer Familie waren in dieser Zeit die direkten Nachbarn von Familie Skreosen. Die Arbeit von Gjermund Skreosen war nicht nur für die Gemeinde in Eisingen von großer Bedeutung. So prägte er ganz besonders ab 1974 die überregionalen Kinderfreizeiten in Hessenhöfe, die für eine ganze Generation von Gemeindekindern aus ganz Deutschland von großer Bedeutung waren. Als Gott Gjermund Skreosen 1977 während einer Kinderfreizeit in Hessenhöfe heimholt, hinterlässt seine gesegnete Arbeit eine lebenskräftige junge Gemeinde in Eisingen. Noch heute ist sein Wirken ganz besonders für die Gemeinde in Eisingen/Dürrmenz von großer Bedeutung. ....

Bereits ganz am Anfang, als die Brüder aus Norwegen nach Süddeutschland kamen, luden sie die jungen Geschwister zu den Konferenzen nach Norwegen ein. Kurz zuvor, 1956, hatte die Gemeinde Brunstad gekauft. Und schon 1958 fuhren die jungen Geschwister zum ersten Mal zu einer Sommerkonferenz nach Brunstad. Die Fahrt nach Brunstad war in der Zeit noch recht beschwerlich: Die Reisen zu den Konferenzen waren über alle Jahre hinweg von großer Bedeutung. Auch für eine Gruppe junger Menschen, die Mitte der siebziger Jahre zur Gemeinde kamen, waren die Konferenzen in Brunstad von ganz besonderer Bedeutung. In den folgenden Jahren fuhren oftmals ein oder mehrere Busse aus Eisingen zu den Konferenzen nach Norwegen. Besonders, nachdem 1991 die Erweckung anfangen hatte, waren diese Busreisen ein ganz besonderes Erlebnis.