Gipfelstürmer

10.02.2013, von Redaktion

Endlich war es soweit: 17 Jungs setzten eine lang gepflegte Tradition der „alten“ Generation fort: Klettertour in Österreich, besser gesagt der Mindelheimer Klettersteig.

Das Wochenende für uns Jugendliche im Alter von 16-21 Jahren begann schon am Freitagabend mit einem großen Gulaschtopf. Im Hintergrund lief der Film aus den „alten“ Zeiten von neunzehnhundertnochwas. Damals hatte die ältere Generation ebenfalls den Klettersteig in Mindelheim bestiegen. Mit ersten Eindrücken, was auf uns zukommen sollte, gingen wir ins Bett.



Am Samstag mussten wir schon früh raus: Vesper machen und los- Abfahrt war um 6:00 Uhr! Die drei Stunden Fahrt bis zur Grenze Deutschland-Österreich wurde genutzt um etwas zu dösen. Am Parkplatz im Tal gab es dann noch Instruktionen von unseren erfahrenen Kletterern. Dies war der Startschuss für den mehrstündigen Aufstieg, hinauf zu Mindelheimer Klettersteig.

Der Weg war teilweise steil und sehr ermüdend: Von den schönen Wegen durch die Wälder und an Bächen vorbei, ging es stetig mehr bergauf. Es wurde steiniger, Bäume und Pflanzen bekamen wir immer weniger zu Gesicht. Gegen Mittag erreichten wir die Fiderepaßhütte auf 2066 Höhenmeter. Oben angekommen genossen wir die Sonne und stärkten uns mit einer warmen Mahlzeit. Mit neuem Elan machten wir uns auf den Weg, die letzte Etappe zum Klettersteig selbst zu bezwingen. Vor dem Klettersteig trennten wir uns in zwei Gruppen: die große nahm den Klettersteig in Angriff, wir, die kleinere Gruppe entschloss sich die Bergkette des Mindelheimer Klettersteiges zu umwandern. 



Nach dem Aufstieg folgt der Abstieg: Unten am Berg hatten die Kletterer wieder zu uns aufgeschlossen und nach einer kurzen Pause machten wir uns im Dunkeln zum Parkplatz auf. Wir waren müde und die 50 km gingen nicht spurlos an uns vorüber: Blasen an den Füßen, das Knie zwickte, die Muskeln schmerzten, so manch einer ging heute bis an seine Grenzen.

Ein Zwischenstopp auf der Heimfahrt bei MC Donalds regte noch einmal unsere Lebensgeister und so manchen angeschlagenen Kreislauf an. In Dürrmenz gab es noch einen kleinen Snack, bis wir dann erschöpft ins Bett fielen.

Am Morgen rundete ein zünftiges Weißwurstfrühstück das Kletterwochenende ab.